VTA: Schutz von Mädchen, die in Kinshasa auf der Strasse leben
Kinshasa, die Hauptstadt der DRK mit rund 17 Millionen Einwohnern und eine der ärmsten Städte der Welt, trotz des Wachstums des Bergbausektors. Ungleichheit ist weit verbreitet und lässt einen grossen Teil der Bevölkerung in einer prekären Situation zurück. Die Massenflucht aus ländlichen Gebieten aufgrund anhaltender Sicherheits- und politischer Spannungen im Osten des Landes verschärft diese Situation der extremen Verwundbarkeit weiter. Kulturelle Bezugspunkte gehen verloren und die jungen Frauen trifft eine tiefe soziale Isolation.
Mehr als 31 Prozent der 15- bis 24-Jährigen sind weder in Schule oder Arbeiten, was Tausende von Kindern und Jugendliche auf die Strasse zwingt. Davon machen Mädchen und junge Frauen mehr als ein Drittel der etwa 60’000 Kinder, die auf der Strasse leben, aus. Insbesondere sind sie dabei Ausbeutung, physischer Gewalt und ernsthaften Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Unterstützungsprogramme wie Zugang zu Lebensmitteln, physischer und psychischer Gesundheitsversorgung helfen dabei, die Mädchen und jungen Frauen aus diesen schlimmen Situationen zu holen.
Vivre et Travailler Autrement (VTA)
Mädchen und Frauen, die auf der Strasse leben, zu schützen und ihre Handlungskompetenzen zu stärken. Umso ihre Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen
Durch einen ersten direkten Kontakt auf der Strasse werden die Mädchen und Frauen identifiziert. Anschliessend wird ihnen eine ganzheitliche Unterstützung angeboten, einschliesslich vorübergehender Unterkunft, sofern sie dies wünschen. Im Aufnahmezentrum stehen 30 Plätze zur Verfügung, die Mahlzeiten, Gesundheitsversorgung (einschliesslich psychischer Gesundheitsversorgung) und Bildungsunterstützung anbieten. Sport, kulturelle und künstlerische Aktivitäten sowie ein jährliches Ferienlager mit ehemaligen Bewohnern unterstützen die soziale Integration, persönliche Entwicklung und Selbstvertrauen der Mädchen und Frauen. Ein zentrales Ziel ist es, die Mädchen wieder in ihre Familien zu integrieren. Sobald ein Familienmitglied identifiziert wurde, wird ein Treffen vereinbart. Wenn möglich und angemessen, wird eine schrittweise Rückkehr zur Familie organisiert. Jede Frau im Programm wird je nach Alter und individuellen Wünschen durch Schularbeit oder professionelle Ausbildung unterstützt. Schul- oder Ausbildungsgebühren werden abgedeckt und Hausaufgaben werden unterstützt. Die Schulungen dauern jeweils einen Monat und sollen den Frauen helfen, ihre eigenen Aktivitäten auszuüben.